Race-Recap: Vierbergelauf 2014

Bild

Mein erstes, sportliches Highlight des Jahres 2014 war zwar spontan, aber dann doch sehr bewusst gewählt: der Vierbergelauf in Kärtnen. Eigentlich habe ich seit März hart für einen Halbmarathon Anfang Mai trainiert und hatte auch ziemliche Freunde damit, nur ging es mir irgendwann nicht mehr so gut dabei. Ich denke, dass ich momentan sicher in Topform bin, aber ich hatte irgendwann (Gott sei Dank) nicht mehr genug Zeit, um Training, Tiere versorgen, Studium und das eigene Leben – all das in einen Tag zu packen, sodass ich mich vor ein paar Tagen gegen den Start beim HM und für die Wanderung entschieden habe. 52 km, 2000 Höhenmeter – und vor allem kein LAUF, kein Zeitdruck, keine Besessenheit!

Ich bin meist auf die Minute verplant, nutze jedes Minütchen aus, sodass i erst 1 h vor Abfahrt meinen Rucksack (erfolgreich) suchen ging. Der wurde dann gleich gepackt (zweites Paar Schuhe, 2 T-shirts, 1 Paar Socken, 1 Jause für die Nacht, 2 Äpfel, Blasenpflaster, Regenschirm, Taschentücher, Wasserflasche) und schon ging’s mit einem Gruppenbus los auf den Magdalensberg. Oben noch nicht einmal angekommen, sahen wir schon die ersten Leute wieder runter wandernd. Ihnen bedeutet die Kirche nichts, es sind so viele Leute oder sie wollen einfach als erste am Lorenziberg ankommen – wer weiß; verstehen tu ich es nicht!

So gingen wir nach der Messe um 0:30 vom Magdalensberg mit. Ganz ehrlich, von der Masse bekommt man NICHTS mit; man wandert einfach – vor einem sind Leute, hinter einem sind Leute – eben so viele, wie man halt im Blickfeld hat. Die kann man aber ganz einfach überholen oder man wird selbst überholt. So trottet man dann 2 h Bergab – teils Asphalt, teils Wald- und Wiesenweg. Je länger man abwärts geht und je mehr man sich eben so anstrengt, umso kälter und ungemütlicher wird es. Die meisten sind aber noch topmotiviert und man hat ja im Abwärtsgehen auch genug Schwung, sodass man leicht nach 2 Stunden im ersten Gasthaus, dem Gasthaus Fleissner, ankommt. Hier gab es auch für mich die erste Jause – hatte extra viel Abendgegessen und nicht damit gerechnet, dass ich in der Nachts etwas brauchen werde, merkte aber, dass meine Energie schwindet bzw. für die Wärmeisolation benötigt wird. So bekam ich auch eine weiter (3.!) Fleecejacke von einer Mitgeherin, da mir einfach ungemütlich kalt wurde. Die nächsten 30-40 Minuten waren schrecklich; man geht geradeaus so dahin, die Augen fallen einem zu und das Gehirn verarbeitet nur schwer den dauernden Wechsel durch die zu locker in den Händen liegenden Taschenlampen – das dauernde Hell-Dunkel-Spiel machte mich komplett fertig, sodass ich die Taschenlampe wegpacken musste, denn in Verbindung mit Sekundenschlaf-Bruchstücken, war mir teilweise wirklich schlecht vor lauter Müdigkeit. Aber eben um 3 beginnt der erste Aufstieg, die erste wirkliche Anstrengung, bis man etwa um halb 4 in Pörtschach am Berg ankommt. Hier wurde um 4 die erste Messe gehalten, sodass man in der ersten Labestation (Reindling und Kaffee) gemütlich zuschlagen konnte. Natürlich habe ich auch zugeschlagen – wer kann Reindling schon wiederstehen?!

Bild

Nach Pörtschach geht es wieder etwa 45 min leicht aufwärts auf Feldwegen dahin, bis der nächste steile Aufstieg ansteht. Durch die heurigen Schneemassen war auch der Weg ziemlich zerstört, sodass man teilweise im Gänsemarsch steil aufwärts treten musste. Das dauernde Stop&Go machte mich ganz fertig, sodass ich (kleine Leute sind hier schwer im Vorteil) mich bei gefühlten 1000 Menschen vorschwindelte und dann um etwa 5:15 den Ulrichsberg erreichte. Ich schwitzte leider wie verrückt, sodass ich mich auszog und dann noch 30 Minuten auf meine Wanderkollegen warten musste. Böser Fehler: mir wurde wieder extrem kalt; das Warten gleich auf die Anstrengung war definitiv falsch!! Hier ging auch die Sonne auf, und man hatte einen wundervollen Ausblick hinunter ins Tal. Im Hintergrund mit dem riesigen Gipfelkreuz und der offenen Kirchen-Ruine (Gott weiß was das sein soll) wirklich schön!!

Kurz vor 6 machten wir uns auf den Weg nach Karnberg; quer durch den Wald, und erreichten eben 1 h später Karnberg, wo auf einem großen Feld die angeblich schönste Messe (mit dem Bischoff) gehalten wird. Ich aber verließ vorzeitig die Gruppe und machte mich schon auf den Weg, da ich plante, um die Mittagszeiten bei Freunden, die am Weg lagen, einzukehren und mich dann wieder an die Gruppe anzuschließen.

Bild

Eigentlich war es so eh viel schöner: man genießt alleine viel mehr die Landschaft und das Ambiente allgemein. Einzig wurde ich leider vom Ehrgeiz gepackt (was ich ja eigentlich vermeiden wollte, da hätte ich gleich den HM laufen können!) und begann, immer mehr Menschen zu überholen und mich langsam an die Spitze zu kämpfen. Vorbei an Zweikirchen gönnte ich mir nach dem Frühstück im Gehen (halben Kornspitz von der Jause, 2 Äpfel) wieder eine Reindlingscheibe von einer lieben Frau und gab stattdessen ihrem Mädchen ein Paar Süßigkeiten in ihr Zuckerl-Körbchen. So ging es anfangs wieder 30 Minuten an der Glan entlang durchs Tal. Die Landschaft war wieder traumhaft; das Wetter spitze; die Sonne schien mir ins Gesicht und erstrahlte das Tal. A Traum! Bis es langsam, aber sicher, mit dem Aufstieg auf den höchsten Berg, den Veitsberg, ging. Der Aufstieg beginnt eben nur sehr langsam und schleppend, und ich frage mich ernsthaft, woher ich die Motivation und die Energie bekam, denn ich ging wie eine Maschine und konnte Mensch nach Mensch überholen, wobei man natürlich die lustigsten Gestalten trifft; deren Gespräche kurz mithört und dann an ihnen vorbei ziehen kann. So lernte ich auch ab Liemberg, der letzten Ortschaft vor dem Veitsberg, einem Mann kennen, der, motiviert durch meine Überholmanöver, sich mir anschloss, aber leider an der Blutswiese, der letzten Wiese vor dem Gipfel, bei der eigentlich schon wieder alles vorbei ist, musste er aufgeben – er konnte nicht mehr! Und dass mit einer sub-4-Stunden Marathonzeit! Höhö! (Halbmarathon, ich hätte dich laufen sollen!!)

Beschwingt durch den Genuss und das Gefühl, so super trainiert zu sein, kam ich vor 9 am Gipfel an. Man sagt, dass wenn man die Kirchenglocke betätigt und danach 3 Mal um die Kirche geht, bekommt man einen treuen Partner. Mir war das ehrlich gesagt zu blöd – ein treues Pferd habe ich schon hehe; was will man mehr? Und so begann ich mit dem Abstieg. Wieder wurde ich Teil einer schnellen Gruppe – sie gingen bereits vor 23 Uhr weg und waren erstaunt über meine Motivation und meine Schnelligkeit. Auch sie gingen ohne viele Stopps; denn sie wollen früh am Ende sein.

Aber ganz ehrlich: wenn ich unbedingt der/die Erste sein möchte, dann geh ich doch trotzdem mit allen gleichzeitig weg, oder? Wie extrem schummelnd ist es denn bitte, schon mal 90 Minuten früher wegzugehen und sich dennoch an den ersten Plätzen zu loben?? Und wo macht das Sinn; wo hat das was mit einer „Wallfahrt“ zu tun??

Ok, rant over. Jedenfalls ging es bergab! Im Graben angekommen sah ich das erste Haus – und, so Gott es wollte, waren es meine Freunde!! Wuhuu! Zuerst wurde mal ein paar Minuten nur gelacht und gestaunt, ich konnte meinen Rucksack ablegen und wurde mit vielen Broten, Reindling und Saft belohnt und konnte mich mal in die Sonne setzen und genießen!!

BildBild

Leider aber war ich 4 h zu früh – meine Mitgeher blieben beim alten Zeitplan (inklusive Besuch der Messen um die jeweilige Uhrzeit), sodass sie erst um halb 2 eintrafen und wir auch bald wieder weitergehen mussten. In der Zwischenzeit hab ich natürlich nichts wirklich getan, sodass es mir wieder etwas schwerfiel, in den Wanderrhythmus zu kommen; doch die Aussicht auf das letzte Fünftel der Reise war dann doch zu schön. Also begannen die letzten, etwa 14 Kilometer.

So ging es etwa 1 h gemütlich dahin, bis es wieder 20 Minuten steil aufwärts ging in die letzte Ortschaft, Sörg. Hier machte ich nochmal Pinkelpause, bis der wirklich letzte Teil begann. Wir verließen Sörg bei etwa 850 Höhenmeter – der Lorenziberg liegt bei über 950. Anfangs topmotiviert über den geringen Höhenunterschied, musste ich dann leider feststellen, dass es wieder abwärts ging!! Und so führte uns der Weg, sich ewig streckend, viele Kurven führend, wieder 90 Minuten zum Lorenziberg, wo wir um etwa 16:00 müde ankamen. Ich war sehr hungrig, konnte aber als Vegetarier nur Reindling essen; es gab nur Frankfurter, Gulasch oder eine (Rindsbrühe) Suppe und eben Reindling. Da war ich dann schon sehr frustriert – nächstes Mal (?) wird mehr Jause eingepackt, damit die Energieversorgung optimaler abläuft!

Nach der Messe – also nach 30 minütigem Warten bis sie beginnt und dem Glaubensbekenntnis machten wir uns wieder 30 Minuten auf den Weg, um zur Straße (also nur abwärts!) zu gelangen, wo unser Bus auf uns wartete. Die Füße waren müde und überanstrengt, führten aber dennoch sicher nach unten. Da wir aber noch auf den Rest der Mitfahrer warten mussten, saßen wir erstmals einfach fertig im Bus – gedankenverloren, erschöpft und doch total glücklich über die Bewältigung.

Ich kam anschließend um 19:30 zuhause an und musste trotz Müdigkeit einmal was richtiges essen. Gestärkt ging ich um etwa 21:00 ins Bett und schließ ohne Probleme ein. Nach einem tiefen, erholenden Schlaf wurde ich um etwa 7:00 (Frühstückszeit!!) munter, und verspeiste in der Tat gleich ein Riesenfrühstück. Meine Beine schmerzen erstaunlicher Weise wenig, ich war auch schon kurz Radfahren, Reiten und Rasenmähen, den einen Ruhetag habe ich mir aber eindeutig verdient.

Allem in allem war es eine super Erfahrung – die Wanderung, die Länge der Wanderung, die Anstrengung, die Leute, die Kirchen, das Mystische, das Kirchliche – es war die Strapazen definitiv wert. Obwohl ich im Bus noch gezweifelt habe, bin ich heute z.B. wieder topmotiviert für nächstes Jahr; entweder alleine alles schnell durchgehen (der Ehrgeiz ruft), oder in einer größeren Truppe den Schnatterspaziergang mit Sitzenbleiben und Genießen sich gönnen. Es ist auf jeden Fall eine super Erfahrung, macht Spaß – nur eben wenn man gemütlicher geht, sollte man gute Gesellschaft haben, weil irgendwann macht das dauernde Warten (z.B. am Ende bis der Bus endlich fährt!) wirklich keinen Spaß mehr! Sonst würde ich alleinige Anreise (müsste man halt organisieren) bzw. Abreise empfehlen, dass man auch wirklich heim kann, wenn man will (und keine Menschen mehr sehen will, haha) – weil irgendwann zieht es sich doch!

Das (und mehr!!) bin ich gerade abgewandert!! Bild

 

 

Advertisements

Erstes Event 2014: Vierbergelauf!!

Change is good! Spontanität ist gut! 🙂

Wanderkarte VierbergelaufEigentlich hätte mein Sportjahr 2014 ja mit dem Halbmarathon kommenden Sonntag beginnen sollen; dafür trainiere ich ja jetzt auch schon seit, äh ja, letztem Jahr! Leider aber merke ich selbst oft, wie ich mich ein wenig übernehme. Ich bin definitiv in Topform und könnte sicher eine sehr gute Zeit laufen, aber irgendwie fühlt es sich nicht ‚gesund‘ an. Das Training war super, die Freude zu laufen wäre da, aber irgendwie bin ich zu verbissen geworden; und – ich kann es nicht anders erklären als – es fühlt sich nicht nach „healthy and happy“ an.

Um von dem ganzen „Stress“, dem Leistungsdruck und Trainingsdruck und was auch immer ein wenig herunter zu kommen, bin ich diese Woche auf den Vierbergelauf gestoßen. Das ist eine Wallfahrt bei mir zuhause, die über 4 Berge (über 50 km, über 2000 Höhenmeter) führt, und traditionell am Dreinageltag (2 Wochen nach Ostern) stattfindet; wobei man nach der ersten Messe um 0:00 startet und gegen 16:30 zum Schlusssegen eintreffen sollte!

Ich freue mich schon sehr – darauf zu sehen, dass man nicht rennen muss. Das man gleich schnell sein „darf“ oder „muss“ wie andere, dass man nicht die erste sein muss – dass man das Leben und auch den Sport, die Bewegung auch genießen kann. Bilder und Impressionen gibt’s dementsprechend am Wochenende. Jetzt muss ich meinen Rucksack fertig packen!!

Friends don’t let friends do silly things… alone

Bild

Ich bin meist viel zu streng mit mir selbst – mein ganzer Tagesrhythmus ist ein bisschen wie ein Alles-oder-NIchts-Gesetz aufgebaut: sollte mal etwas nicht stimmen, bin ich total fertig und genervt und würde am liebsten den ganzen Tag aus dem Kalender streichen.

Ganz ehrlich: so sollte man nicht leben. Flexibilität und Spontanität macht das Leben definitiv schöner; offener und bereiter für die Momente, die im Leben auch zählen; denn so was kann man ja gar nicht planen!!

Also machte ich mich, mal meinen eigenen Vorsatz (wait -ist das dann nicht schon wieder geplant?) und Rat befolgend, auf den Weg zu unserem Schulball und, ohne jetzt viel darüber zu schreiben, genoss ihn sichtlich. Es war so schön, sorgenfrei und motiviert sich mit alten Freunden zu treffen, in alten Erinnerungen zu schwelgen, Lehrer zu treffen, zu denen man nicht mehr „Sie“ sagen muss und einfach mal wieder wie..äh.. ein sorgenfreies, sechzehnjähriges Mädel zu sein!

Bild

I LOVE YOU GIRLS (and boys), vielen Dank für den netten Abend!

PS: Ja, die 3 h Schlaf und die zwei Gläser Alkohol spüre ich heute, 3 Tage später, immer noch 😛 ABER DAFÜR GIBTS NETTE MEMORIES!! 😉

Easy-Cheesy: Selbstgemachter Käse!

20140420-223458.jpg

Wenn man in den Supermärkten einkaufen geht, ist es leider schon bei viel zu vielen Dingen der Fall, dass sie mit Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, Konservierungsstoffen etc beladen sind. Da ich ein großer Verneiner von processed food bin, versuche ich mich immer wieder gerne daran, meine Lebensmittel selbst herzustellen. So auch eine wichtige Eiweißquelle für mich: Käse!! Als Nebenprodukt erhält man außerdem (wenn man will!) Butter ! Ist wirklich einfacher als man denkt, so keep reading!

Zutaten:
*6-12 l Rohmilch vom Bauern des Vertrauens! (wo man weiß: Stallmanagement ist super und den Tierchen gehts spitzenhammermäßig – sowas gibts!)
* Labbakterien (aus der Apotheke)

So:
1) Milch über Nacht stehen lassen
2) Vorsichtig den Rahm abschöpfen – übrige Milch ist jetzt Magermilch

3) Mit einem Mixer den Rahm so lange schlagen, bis er anfangt in Körnchen auszuflocken. Dann kann man vorsichtig die Buttermilch abschöpfen, und wieder weiterschlagen. (dauert ca. 15 min)

4) beginnt der Rahm so gelblich und fester zu werden, vorsichtig mit Wasser 1-2 abspülen und in einer Form noch fertig kneten bis das restliche Wasser weg ist und die Konsistenz der Masse wie Butter ist

Jetzt kommts ans Eingemachte:
5) Milch auf 30-35 Grad erwärmen (Badewannengefühl 😉 ) und pro 2 l ca. 100 ml Buttermilch einrühren und 30 min stehen lassen

6) Je nach Lab mit ca 100 ml Wasser verühren und in die Milch geben. 50 min stehen lassen

7) Die Milch ist nun eingedickt, sie soll nun vorsichtig in 2cm breite Würfel geschnitten werden, sodass die Molke aus den Schnitten sichtbar wird, wieder 15 min warten

8) Vorsichtig den Käsebruch mit etwa 1 l Wasser auffüllen, wieder kurz warten

9) Nun den Käse in Formen schütten und die Molke ausrinnen lassen. Ich verwende normale Haushaltssiebe dafür!

10) Je nach Festigkeit den Frischkäse bis zur Schnittfestigkeit entmolken lassen. Dazu entweder in den Sieben lassen, ich gebe die Käsestücke dann auch gerne in Küchenrolle, die sich halt schnell aussaugt und dann wieder neue nehmen

11) den fertigen, schnittfesten Käse kann nun so in Klarsichtsfolie frisch verbraucht werden, in kleinen Stücken in Öl gelagert werden oder auch in Salzlake wie Feta!

Tipp: beim Einfüllen in die Formen frische Kräuter und Salz untermischen, so bekommt der Käse Geschmack!!

Das dauert nun alles zwar (2 Tage) und ist sehr aufwendig, schmeckt aber spitze und ist auch fürs eigene Gewissen natürlich super 😉

Mahlzeit!!

20140420-225554.jpg

Frohe Ostern!!

20140419-164041.jpg

Es gibt wichtigere Dinge als Sport und gesundes Essen, daher wünsche ich allen Frohe Ostern!!!!

Take it eaaaasy, esst Reindling, Butter, Käse und Schoki!! Mindestens so viel bis ihr auch noch im Kauvorgang einschläft -> so wie meine Linda!!!

Zu lustig:
>

20140419-164058.jpg

Stand up and fight!!

20140418-220735.jpg

Hallöchen!!

Ok, ich geb es ja zu, manchmal plane ich alles ein wenig zuuu genau. Heute zum Beispiel gabs vormittags draußen bei den Tieren viel zu tun, sodass ich trotz fettem Frühstück nicht sooo aktiv war und die Sporteinheit auf nachmittags verschob. Als ich dann nach Arzttermin und Schokoladentorte (meine Ernährungsberaterin sagt: Grundumsatz, bei mir 1800nochwas gesund, der Rest darf ungesund sein höhö) um 17:15 loslief (um 18:30 will mein Körper Abendessen 😉 ), hatte ich leider vergessen, die Schäden im Wald durch die schweren Schneemassen in meinen Plan einzubeziehen, und so fiel ich nach 3 Minuten (!!) sooooo auf die Schnauze, (entschuldigt den Ausdruck!!) dass ich erstmal 1 Minute (und das heißt was, wenn man mit Uhr trainiert) am Boden saß und mal nur zu Gott und sonst wohin betete, dass es meinem Bein gut geht.

Aaaaber, da:
1.) Ein Rautbodner kennt keinen Schmerz!
2.) Fall down 7 times, stand up 8 (oder so)
und
3.) TORTE GIBTS NUR MIT SPORT

stand ich also wieder auf, lief mir kurz aus bzw. wieder ein und konnte bald wieder normal und sogar weiter als geplant laufen. Ich bin stolz, so reagiert zu haben und hätte mich bestimmt nur geärgert, wenn ich umgekehrt wäre! Ich finde mein Wille ist meist der Grund, frühzeitig aufzuhören, daher freut es mich umso mehr, heute mal richtig im Sinne von Mind over Body entschieden zu haben!

Und nun zu der Moral von der Geschicht:
Jammern tut man, Aufgeben nicht!

And let’s be honest, ich musste mit meinen Kratzern ziemlich hart und kämpferisch ausgesehen haben, für alle die mir entgegnet sind höhö!

Noch kein kleiner Wunsch am Ende: Liebe Beine, bitte seid morgen nicht zu beleidigt! Hab euch lieb!!
>

Kopf sagt „raus mit dir!“, Körper sagt „bleib doch hier!“

Hallihallo!! Bild

Trotz perfekten Laufbedingungen war heute lauftechnisch ein extrem schwerer Tag! Da ich unter der Woche in München studiere, ist es meist recht schwer, zwischen Uni, Lernstress und Wetterkapriolen meinen Trainingsplan strikt zu verfolgen. Das kommt dann so weit, dass ich all meine Hoffnungen auf gute Läufe ins Wochenende stecke – da hat mein Körper aber heute leider nicht mitgespielt:

Während meine Beinchen trotz schwachem Muskelkater (brauch ein bisschen mehr Kraft!) super beim Intervall-Training mitspielten, hatte ich im  Bauch ein ziemlich mulmiges Gefühl. Meist mach ich zwar den Fehler und ess vor dem Workout nichts, heute hab ich aber extra 1h zuvor ein Brötchen gegessen, um genügend Kraft zu haben. Das lag mir aber wohl so schwer im Magen, dass mein Bauch sich nach dem 3x1000m Intervall so aufblähte, als wäre ich schwanger! (Keine Übertreibung wie man sieht!)

Happy Baby!

Ich lief dann meine 5×1000 m fertig, musste mich aber ziemlich abquälen. Was ich aber bei so einem Wetter ja doch eigentlich recht gerne mache.

Konsequenzen daraus werde ich aber trotzdem ziehen, am Karfreitag hab ich einen Termin bei einer Ernährungsberaterin. Erstmals um vielleicht doch in einen gesunden BMI-Bereich (momentan um die 18) zu kommen und um einfach mehr aus meinem Körper herausholen zu können. Ich bin schon seeeeehr gespannt und ready to change!!

 

 

Body Shaming

so, heute mal etwas ernster: BODY IMAGE DAYS!

Als Läuferin muss ich natürlich gut auf meinen Körper schauen – ihn mit der richtigen Nahrung füttern, mit der ich die meiste Energie bekomme, und die mich dennoch locker leicht dahin rennen lässt. Und natürlich heißt das wenn ich schneller werden will, brauch ich auch weniger „träge Masse“. Klingt jetzt blöd, aber meinen ersten Halbmarathon lief ich mit ca. 54 kg mit 1:50, meinen nächsten, 3 Wochen später mit vieeel weniger Training (da mehr Stress!) mit 52 kg und meiner aktuellen Bestzeit 1:45. Natürlich spielten auch andere Faktoren (Temperatur, Bodenprofil, Strecke) eine Rolle, aber trotzdem glaube ich, dass die 2 kg viel der besseren Zeit ausmachten. Aktuell tragen meine Füßchen 49-51 kg, und ich persönlich finde das perfekt. Ich habe ein super Körpergefühl, fühle mich kräftig und fit.

I love my Body! Und meine mini Bauchmuskel! höhö

I love my Body! Und meine mini Bauchmuskel! höhö

Was ich aber als sehr störend empfinde, ist wenn einem Leute sagen, dass man zu dünn ist. Klingt jetzt blöd, aber wenn man nachdenkt – wenn man man 2 kg zu viel hat, würde einem das niemand sagen, denn „fat shaming“ tut man einfach nicht. Dass es aber mindestens genauso verletzend sein kann, wenn man als „zu dünn“ bezeichnet wird, verstehen scheinbar die meisten nicht so wirklich. Für mich bedeutend dass dann:

* Bin ich zu dünn? Trainiere ich zu viel? Esse ich zu wenig? Warum fühl ich mich stark wenn ich scheinbar was falsch mache?

Das geht dann so weit, dass ich keine kurzärmeligen Laufshirts anziehen möchte, weil ich Angst habe, dass mich Leute verurteilen, wenn sie meine knochigen Schultern und Hals sehen.

Ich persönlich finde, dass die Toleranz gegenüber dünnen Sportlerinnen noch ziemlich gering ist; schnell wird einem eine Sportsucht oder Essstörung vorgeworfen, immer muss man sich rechtfertigen. Bewegung oder gesunde Ernährung wird so scheinbar schlecht geredet – oder ist es etwa falsch, wenn ich gerne jeden Tag auf die frische Luft gehe und es liebe, wenn mir die Sonne aufs Gesicht scheint während ich in der Gegend umherflitze? Ist es schlecht, wenn ich so viel Obst und Gemüse esse und halt nicht jeden Tag Schokolade oder Kuchen esse oder nicht ein ganzes Wochenende verschlafen will und nur blöd herumsitze? Ist es schlecht, wenn ich keinen Alkohol trinken möchte, damit ich fit und munter bleibe?

 

Wie gesagt, ein wenig mehr positive Bestärkung für Leute, die sich um ihren Körper kümmern, wäre wünschenswert. Genauso wenig wie ich eine Person verurteilen würde, weil sie momentan ein paar Kilo zu viel wiegt, oder weil jemand keinen Sport machen möchte – also bitte verurteilt auch mich nicht. I love what I’m doing.

Hier noch aus ivillage.com 10 Wege wie wir andere (Körper)  verurteilen und es gar nicht merken; bzw. wie man den Fokus wieder auf die wichtigen Dinge lenkt!

1. „Sie wäre so hübsch, wenn…“

Sie sich femininer kleiden würde? Makeup verwenden würde? Dabei limitiert ihr die Person nur auf euer Schönheitsideal, ihre Auffassung von „Schönheit“ kann aber natürlich eine ganz andere sein!

2. Kleidung verurteilen

Ähnlich wie Punkt 1: Ihre Oberschenkel sind zu dick für Leggins? Die Oberweite zu groß/klein für den Ausschnitt? Sagt wer?

3. Real Women have Curves

Diese blöden Vergleiche aka „Männer sind wie Hunde – bevorzugen Fleisch am Knochen“ oder „Echte Männer wollen Kurven“ – was soll das? Bin ich keine echte Frau, weil ich keine großen Brüste habe? Curvy girls are just as beautiful as skinny girls. Skinny girls are just as beautiful as curvy girls. Und wer vergleicht schon Männer mit Hunden? (Höhö)

4. Das Wort „fett“ vermeiden

Wie eben besprochen: das Wort „fett“ wird mit allem Mitteln vermieden – wie wäre es mal mit „Sie schaut gesund aus“

5. Körperteile erfinden

Dieser Punkt geht vor allem ans Englische, da hier gerne Wörter wie Muffin top, pear shape, apple shape, apple butt, etc. verwendet wird. WIR SIND KEIN ESSEN.

6. Hast du Gewicht verloren? Schaut gut aus!

Erstens: niemand weiß warum die Person Gewicht verloren hat. War sie krank? Außerdem weiß niemand, ob die Person das Gewicht nicht vielleicht wieder zurück haben will; oder ob sie ganz normal wieder zunehmen wird – aber niemand braucht diese Art an Bestärkung.

7. Falsche Komplimente verwenden

„Du bist so mutig so etwas zu tragen“ – also wenn ich eine Leggin, die mir gefällt, tragen möchte, auch wenn meine Oberschenkel kräftig sind, braucht Mut? oder; „Du bist nicht dick, du bist hübsch!“ Man kann auch dicker hübsch sein, FYI! oder; „Du kannst dir das leisten, bei deiner Figur das zu essen!“ – Ich kann essen was ich will, danke, hauptsache es schmeckt! 😉

8. Frauen als Gebärmaschinen beschreiben

Sprich: jemand hat so schöne breite Hüften zum Kinder kriegen 😛 soll vorkommen. Oder eine dickere Frau fragen, wann das Baby kommt. Etwas mehr Respekt und Zurückhaltung, bitte!

9. Sich um den Trainingsplan anderer zu kümmern

Einer Person, die abnehmen möchte, eine Sportart einzureden, jemanden für seinen Trainingsplan zu gratulieren – in diese Kategorie fällt viel. Mir hat mal der Leiter eines Fitnessstudios gesagt, ich sollte ja auch mal Sport machen – das ich damals bereits 4-5 x laufen, reiten und Basketball spielen war, hat er natürlich nicht gewusst, dafür war die Bemerkung umso.. hm.. irritierender!

10. Ernährungsexperte spielen

Das finde ich persönlich sehr wichtig. Niemand weiß, wie viel eine Person isst oder wie aktiv sie ist, also hat auch niemand das Recht, der Person zu sagen, was oder wie viel sie essen sollte.

 

Anstelle all dieser Wege; anstatt dem dämlichen „Sie ist so dünn!“ oder „Die ist so dick!“ – ein wenig mehr Liebe, bitte: „Sie ist schön, UND SO BIN ICH!“

There are more important things in life..

bf14fb1289c6a183aad3959ab419bb7c

Hallöle!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMein Wochenende war ziemlich chaotisch, sodass ich erst heute wieder mal ein wenig Zeit für ein Update hatte! Denn: am Freitag kam Nachwuchs in unsere Familie! Frieda, Odette, Giselher und Rüdiger, 4 Kärntner Südferkel, können nun den Rautboden ihr Zuhause nennen!

Ich habe in der Tat die vier als zukünftigen Speck&Co geplant. Ich bin zwar Vegetarier, und finde das natürlich nicht in Ordnung, OLYMPUS DIGITAL CAMERAwie in den großen Firmen etc. mit den Tieren umgegangen wird. Als Tiermediziner weiß ich aber auch, das dies natürlich nicht überall die Realität ist. Ebenso ist mir bewusst, dass viele Menschen sehr wohl Fleisch „brauchen“ – und ehrlich gesagt ist es mir lieber, ich kann meine Familie mit eigenem Fleisch versorgen, von dem ich weiß, dass die Tiere gut behandelt wurden, gutes Futter bekamen und ein schönes Leben hatten, als wenn sie schnell bei Spar oder sonst wo sich dort ihr Fleisch besorgen. Aber – das ist hier nicht das Thema. Jedenfalls sind die 4 zuckersüß – ebenso wie meine Gäule, und das Leben war einfach allgemein zu schön, um es sitzend vorm Bildschirm zu verbringen 🙂

 

Today is a good day :-)

photo 1

Es grünt so grün…

 

Hallöle!

Nach meinem Leistungstest gestern (Ergebnisse gibt’s am 7. April) hat mir meine Ärztin gesagt, dass ich wieder mehr Intervallläufe machen muss UND dass meine Beine zu schwach sind 😦 Also stand vormittags eine 5×1000 Intervall-Einheit am Plan, meine Zeitvorgabe war eigentlich 4:26 pro km, fand aber das nicht so passend für die Belastungsgrenze (90% sollten es sein), sodass ich auf 4:11 runter kam! Hab zwar geschwitzt wie Sau, war dann aber seeeeehr stolz auf meine durscheinenden Beinmuskeln hehehe! muscle, muscle!

außerdem am Plan: Ausritt mit Lindsi bei Sonnenschein – es grünt schon so scheaaan! und Basketball-Training in meiner alten Schule! Ich bin soo gerne dort, fühl mich dann immer so jugendlich frisch, als würd ich auch noch dort zur Schule gehen 😉

Abends gabs dann wohlverdiente Kärntner Nudl *höhö* – also ein zieeeemlich genialer Tag!! 🙂